Hörbranche wächst um 657 Fachkräfte

Veröffentlicht am 02.08.2017

Hörgeräteversorgung setzt hochwertige Ausbildung voraus 

657 neue Hörakustiker in ihrer Nähe

Eine Hörgeräteversorgung setzt auf Vertrauen. Vertrauen, das der Hörakustiker die richtigen Hörgeräte auswählt und diese auch so für den Hörgeräteträger einstellt, dass das maximal mögliche Verstehen wieder erreicht wird. Aber Verstehen ist bei einer Hörgeräteversorgung noch nicht alles. Und genau das ist auch der Punkt, warum jede Hörgeräteversorgung individuell auf die Wünsche und Anforderungen des Hörgeräteträgers abgestimmt werden muss und Zeit benötigt. Denn entscheidend ob das Hörgerät auch getragen wird, ist das subjektive Empfinden des Trägers in der Klangwahrnehmung. Um diesen so angenehm wie möglich einstellen zu können, bedarf es offener Worte und Vertrauen.

Der Hörakustiker - bestens ausgebildet.

Hörakustiker benötigen daher nicht nur technisches Know-How sondern auch viel Geduld und Einfühlungsvermögen sowie handwerkliches Geschick. Die Ausbildung zum Hörakustikers ist genau auf diese Faktoren präzisiert und genießt internationale Vorbildfunktion genießt internationale Vorbildfunktion. Hörakustiker erlernen ihren Beruf innerhalb einer dreijährigen dualen Ausbildung. Das Herzstück und bundesweit zentraler Treffpunkt aller Hörakustiker ist dabei die Akademie für Hörakustik (afh) auf dem Campus für Hörakustik in Lübeck. Gleichzeitig ist sie Europas größte Bildungseinrichtung und für die überbetriebliche Ausbildung, die Vorbereitung auf die Meisterprüfung sowie die bundesweite Fort- und Weiterbildung verantwortlich.

Berufsstand ohne Fachkräftemangel

Auch in diesem Jahr haben 657 Lehrlinge ihre Ausbildung als Hörakustiker erfolgreich mit Erhalt des Gesellenbriefes abgeschlossen. Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskammer Lübeck beglückwünscht die jungen Hörakustiker und beschreibt mit treffenden Worten das Wesen des Berufsbildes des Hörakustikers:

“Sie haben einen wunderbaren Beruf gewählt. Durch Ihren einzigartigen Beruf helfen Sie Hörbeeinträchtigten ihre Lebensqualität zurück zu gewinnen“.

Wissenschaftliche Hörgeräte-Studie 2017

Wie hoch der Bedarf an Hörakustikern ist, zeigt die Zahl der unversorgten Schwerhörigkeiten. Ausgehend von 82 Millionen Einwohnern in Deutschland und aktuellen Erhebungen, liegt der Anteil der Schwerhörigen bei circa 5 % und entspricht damit in etwa 4.100.000 Schwerhörige. Doch nicht jeder davon ist auch Hörgeräteträger.

Hörakustiker – Ein Beruf mit Zukunft 

Marianne Frickel, Präsidentin der Bundesinnung für Hörakustik (biha) erklärt: „In der Hörakustik-Branche herrscht Vollbeschäftigung. Und Hörakustiker sind durchweg zufrieden in ihrem Beruf. Die Menschen, die dank ihrer Hilfe plötzlich wieder hören können, sind sehr glücklich.“ Denn gutes Hören bedeutet auch Lebensqualität. Warum also darauf verzichten?

Quelle: biha