Hörprüfung für Bootsführerschein neu geregelt

Veröffentlicht am 27.07.2017

Bootsführerschein Hörakustiker ab jetzt „mit im Boot“

Hörprüfung für Bootsführerschein jetzt bei Hörakustikern möglich

Mainz, 14.06.2017 – Ob See oder Binnen: Bootsführerscheinanwärter können ab sofort die erforderliche Hörprüfung beim Hörakustiker vor Ort machen. Das gleiche gilt für die angehenden Prüfer der Bootsführerscheinanwärter. Das hat der Gesetzgeber mit der Gesetzesnovellierung der Sportführerscheinverordnung (SpFV) im Mai 2017 beschlossen.

Bislang war diese Prüfung allein dem Arzt vorbehalten. Die Anregung zur Gesetzesnovellierung kam von der Bundesinnung der Hörakustiker (biha). „Denn“, so begründet Marianne Frickel, Präsidentin der biha, die Änderung, „Hörprüfungen beim Hörakustiker sind in der Regel kostenfrei und wohnortnah.“

Anforderungen an das Hörvermögen "auf See"

Ausreichendes Hörvermögen für die Schifffahrt ist dann vorhanden, „wenn Sprache mit oder ohne Hörhilfe in gewöhnlicher Lautstärke aus 3 Metern Entfernung mit dem jeweils dem Sprecher zugewandten Ohr und aus 5 Metern Entfernung mit beiden Ohren zugleich verstanden wird oder mindestens mit dem besseren Ohr mit oder ohne Hörhilfe Sprache in gewöhnlicher Lautstärke aus 5 Metern Entfernung verstanden wird“.

Die Erfordernisse dieser Hörweitenprüfung sind in Anlage 2 der Sportführerscheinverordnung aufgeführt. Die Hörweitenprüfung oder auch Sprachabstandsprüfung ist Gegenstand der Ausbildung zum Hörakustiker. Ohne lange Wartezeiten kann daher nun die für den Bootsführerschein erforderliche Hörprüfung bei einem Hörakustiker durchgeführt werden.

Wissenschaftliche Hörgeräte-Studie 2017

Gutes Hören schafft Sicherheit

Im Rahmen der zumeist kostenlos angebotenen Hörprüfung wird das Ergebnis anschließend umgehend ausgewertet. Sollte sich dabei eine Hörminderung feststellen lassen, so bieten viele Hörgerätehersteller wasserresistente Hörsysteme an. Gemäß den individuellen Anforderungen an das Hören und die Einsatzgebiete beraten Hörakustiker welche Modelle geeignet sind. Anschließend können diese Hörgeräte auch gerne probiert werden, um sich selbst vom besseren Hören zu überzeugen und auch die Hörgeräteeinstellung auf das subjektive Empfinden zu optimieren. Denn gutes Hören schafft Sicherheit - auch auf See.

Quelle: biha
Bild: pixabay


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