Ratgeber: Wann sollten Sie beginnen Hörgeräte zu tragen?

Veröffentlicht am 04.09.2017 - weitere Artikel von iffland. hören. - Stuttgart-Weilimdorf
Ratgeber: Wann sollten Sie beginnen Hörgeräte zu tragen?
Georg Seemann iffland hoeren

Georg Seemann

Hörakustiker-Meister und Leiter Öffentlichkeitsarbeit bei iffland.hören.

Georg Seemann ist Hörakustiker-Meister und Leiter Öffentlichkeitsarbeit bei iffland.hören. Er blickt auf eine 30-jährige Berufserfahrung als Akustiker bei iffland.hören. zurück. In dieser langen Zeit hat sich technisch sehr Vieles zum Positiven verändert. Moderne Hörsysteme sind heute wahre Wunderwerke in diskreter Bauform.

Was sich aber nicht verändert hat, ist die Tatsache, dass die meisten Betroffenen viel zu spät die Entscheidung für Hörgeräte treffen. Nicht selten liegen 10 Jahre zwischen der Entstehung einer Schwerhörigkeit und der Anpassung der ersten Hörsysteme. Die Gründe dafür sind vielseitig.

„Hörgeräte sollten so früh wie möglich eingesetzt werden. Bitte keine falsche Scham entwickeln, Sie tun Ihren Ohren mit Hörsystemen wirklich nur etwas Gutes!“

Eine beginnende Schwerhörigkeit verursacht in der Regel keine Schmerzen und verläuft schleichend. Das macht es dem Betroffen selbst schwer zu erkennen, dass er nicht mehr richtig hört. Erst wenn die Umgebung beklagt, dass der Fernseher zu laut ist, das Telefon überhört oder ständig nachgefragt wird, ist der Verlust auffällig. Eigentlich sollte man jetzt davon ausgehen, dass jeder automatisch zur Hörhilfe greift, um wieder aktiv am Leben teil zu haben. Weit gefehlt!

Der erste Schritt ist der Wichtigste

Noch immer gibt es eine unnötige Scham, Hörsysteme zu tragen. Viele fühlen sich damit alt oder nicht mehr so leistungsfähig. Dass dies nicht stimmt, zeigen uns die vielen jungen Menschen, die seit Kindesbeinen von uns mit Hörsystemen versorgt sind und damit wie selbstverständlich mitten im Leben stehen. Dennoch ist es verständlicherweise für viele eine schwierige Entscheidung den ersten Schritt zu tun.

Hartnäckig hält sich leider auch das Gerücht, dass es gut für das Ohr wäre, das Tragen von Hörgeräten so lange wie möglich hinaus zu zögern. Dies geschieht häufig in der Hoffnung, dadurch das Gehör nicht zu verwöhnen und durch das angespannte Hören in seiner aktuellen Leitungsfähigkeit zu erhalten. Das Ohr arbeitet aber nicht mit Muskeln, die man trainieren könnte, vielmehr laufen beim Hören Hirnleistungsprozesse ab, die auf stetige Nervenimpulse angewiesen sind. Durch eine unversorgte Hörschwäche bleiben solche Reize aus. Die Fähigkeit aus akustischen Signalen Worte zu verstehen nimmt immer mehr ab.

Das Hören wird regelrecht verlernt

Hält der reizfreie Zustand zu lange an, entsteht eine sogenannte Hörentwöhnung. Der Betroffene verlernt regelrecht das Verstehen und die Toleranz gegenüber erhöhter Lautstärke. Das bedeutet für die tägliche Anpassarbeit des Akustikers: Der hörentwöhnte Proband muss mit einer etwas reduzierten Lautstärke beginnen und dann wieder Schritt für Schritt an die für ihn ungewohnte Lautstärke herangeführt werden.

Verstehen lernen mit dem TALIS Hörtraining

Bei iffland.hören. unterstützen wir zudem solche Neukunden durch unser TALIS Hörtraining. Es hilft dabei, die Verstehensleistung wieder schneller aufzubauen. Das erfordert vom Akustiker ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und vom Betroffen viel Geduld, bis er wieder maximal  gut versteht. Das alles könnte man umgehen, wenn man sofort mit der Hörgeräteversorgung beginnen würde.Ein kostenloser Hörtest bei uns oder eine Untersuchung beim HNO Arzt bringt hier Gewissheit. Daher die Empfehlung: „Hörgeräte sollten so früh wie möglich eingesetzt werden. Bitte keine falsche Scham entwickeln, Sie tun Ihren Ohren mit Hörsystemen wirklich nur etwas Gutes!“ rät Georg Seemann.

Übrigens: Unterstrichen wird diese Tatsache durch die aktuelle Diskussion in der Medizinischen Forschung. Dort werden Auffälligkeiten untersucht, inwieweit eine unversorgte Schwerhörigkeit eine Demenzerkrankung fördert.*

Ihr persönlicher Kennenlern-Termin

Gern beraten wir Sie persönlich in unserem Fachgeschäft. Vereinbaren Sie einfach einen Termin. Nutzen Sie die Termin-Anfrage oder rufen Sie einfach an. Wir freuen uns auf Sie und nehmen uns die Zeit, alle Ihre Fragen in Ruhe zu beantworten.


*  NDR Gesundheitsmagazin

Lernen Sie uns persönlich kennen!

Rufen Sie uns gleich an oder vereinbaren Sie Ihren Kennenlern-Termin.

Anzeigen
0711 / 8872730
Sie sprechen mit Frau Giannotti oder einem unserer Mitarbeiter

Tags: