Widex MySound – durch Individualisierung zu mehr Zufriedenheit

Widex MySound – durch Individualisierung zu mehr Zufriedenheit

Megatrend Personalisierung auch bei Hörgeräten?

Das Thema Individualisierung ist groß. Manche sehen darin einen Megatrend. Andere eine an die Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden angepasste Produktentwicklung – also ganz normal. Die Anwendungen sind vielseitig: Genbasierte Medikamente bis hin zum individuell bedruckten Nutella-Glas. MySound von Widex kann hier als eine der konsequentesten auf Usability fokussierte Lösung für Hörgeräte gesehen werden.

Dass Hörgeräte heute deutlich mehr leisten müssen, steht außer Frage. Nun wollen wir nicht erneut über die viel zitierte Babyboomer-Generation sinnieren, wohl aber über Erwartungen. Vor allem dann, wenn die Umgebung das Wahrnehmungsergebnis stark beeinflusst.

Die tägliche Tragedauer gilt zurecht als ein wesentlicher Indikator für die Akzeptanz von Hörsystemen. Wesentliche Einflussfaktoren für diese Nutzungsintensität sind Zufriedenheit, der subjektiv wahrgenommene Nutzen und damit eine als erhöht empfundene Lebensqualität1. Hier setzt die KI-basierte Funktion MySound von Widex an.

Die Hörakustikmeisterin Annika Vahrenkamp ist seit fast 15 Jahren als Audiologische Produkttrainerin bei Widex. Sie stellt fest: „Die Zeiten, in denen wir zuerst über Gesprächssituationen im Restaurant gesprochen haben, sind vorbei. Nicht, dass sich die Situationen vervielfältig haben, sie sind nur viel bewusster und somit auch Teil des Anpassungserfolgs.“

Widex MySound: Schritt für Schritt zur optimalen Klangeinstellung.

Vielzahl Situationen und Bedürfnisse

Allein bei einem herkömmlichen Besuch im Biergarten können sich viele Parameter ändern: Eine Gruppe lautstarker Personen setzt sich an den Nachbartisch. Eine Band fängt an zu spielen. Oder aber man möchte sich auf ein Buch konzentrieren, ohne auf die Atmosphäre zu verzichten. Es gibt auch Tage, an denen man einfach schlechter hört oder der Gesprächspartner anders spricht.

Bereits hier sei es wichtig, vor allem in der Anamnese bei einer Erstversorgung, gezielt auf Alltagssituationen einzugehen und zu erklären, dass es dabei unterschiedliche Wahrnehmungsbedürfnisse geben kann. Auch spannend ist die Möglichkeit, Angehörige mit einzubeziehen und gemeinsam MySound im Alltag ausprobieren.

Vahrenkamp weiter: „Erfahrene HörgeräteträgerInnen kennen ihre problemhaften Situationen. Hier kann man sie zu einer Art Aufgabe einladen, zwei bis drei solcher Situationen mit MySound auszuprobieren und die Einstellungen abzuspeichern.“

Annika Vahrenkamp ist seit fast 15 Jahren Produkttrainerin bei Widex.

Die richtigen Kunden ansprechen

Bevor MySound allerdings überhaupt ein Thema für die Beratung werden kann, ist es erstmal grundlegend wichtig, die Nutzungsintensität der KundInnen mit ihrem Smartphone zu hinterfragen. „Und hier gibt es sehr viele verschiedene Realitäten“, weiß Frau Vahrenkamp. Zwischen einem reinen „Notfall-Telefon“ oder selbstverständlichem Teil des Alltags ist die Spannweite groß.

Gerade bei Erstanpassungen kann die Nutzung des Smartphones mit allen Möglichkeiten schon zu viel sein. Geschickter ist es manchmal, erst im dritten oder vierten Schritt die Möglichkeiten aufzuzeigen: „Nämlich dann, wenn die Kunden schon selbst erste Herausforderungen erlebt haben“ rät Frau Vahrenkamp.

Auf der anderen Seite gebe es Kunden, die sich wünschen, dass es auch ohne deren Zutun funktioniert, weiß Frau Vahrenkamp von ihren Aktionstagen zu berichten. Durch Ausprobieren den Klang zu optimieren und nachhaltig davon zu profitieren ist dabei allerdings ein ganz anderer Anspruch an sich selbst und seine Bedürfnisse.

Mit MySound zum individuellen Hörerlebnis-Service

Die Vielzahl der Parameter, die für eine Feineinstellung verwendet werden können, kann es schwieriger machen, den Präferenzen der HörgeräteträgerInnen gerecht zu werden. Auch kann die Kommunikation während der Folgegespräche diese Aufgabe erschweren².

„Ausgehend von unserer Automatik bietet MySound eine Vielzahl individueller Optionen an, die sich dann in bis zu 30 Lieblingsprogrammen abspeichern lassen.“ Gerade während der Feinpassung, insbesondere dann, wenn die Kunden eigene Erfahrungen im Alltag sammeln, bieten sich hier neue Möglichkeiten. So lassen die abgespeicherten Programme wertvolle Rückschlüsse auf die eingestellte Lautstärke sowie Höhen und Tiefen zu. Hier lässt sich in den Anpassungssitzungen gezielt auf die Erfahrungen eingehen. Diese Einstellungspräferenzen können dann für die Grundeinstellungen verwendet werden.

„Im Ergebnis schaffen wir mit MySound potenziell drei Dinge: Ein bewusstes Auseinandersetzen mit dem Höralltag und den Bedürfnissen, eine höhere Identifikation mit den Hörsystemen und am Ende eine höhere Zufriedenheit mit Geräten und einen ganz persönlichen Service“ fasst Annika Vahrenkamp abschließend zusammen. Dem schließen wir uns gerne an.

Jilla AM, Johnson CE, Danhauer JL, et al. Predictors of Hearing Aid Use in the Advanced Digital Era: An Investigation of Benefit, Satisfaction, and Self-Efficacy. J Am Acad Audiol. 2020;31(2):87-95. doi: 10.3766/jaaa.18036

J. B. Nielsen and J. Nielsen, "Efficient individualization of hearing aid processed sound," 2013 IEEE International Conference on Acoustics, Speech and Signal Processing, 2013, pp. 398-402, doi: 10.1109/ICASSP.2013.6637677.


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