Wie Ohr und Hörverlust den Geschmackssinn beeinflussen

Veröffentlicht am 21.09.2017

Schwerhörigkeit verändert Geschmackswahrnehmung

Gutes Hören beeinflusst Geschmack

Schon lange beschäftigen sich Wissenschaftler an der Universität Oxford mit der Thematik welchen Einfluss unsere Sinnesorgane auf unser Ess- und Konsumverhalten haben und wie sie unser Geschmacksempfinden sogar beeinflussen können. Bereits beim Anblick eines Nahrungsmittels bildet sich unser Gehirn einen Gesamteindruck hinsichtlich Konsistenz und Geschmack. Die Forscher um Charles Spence, Professor für Psychologie und Sinnes-Experte an der University of Oxford, fanden dabei heraus, dass neben dem Sehsinn auch der Hörsinn maßgeblich am Geschmacksempfinden beteiligt ist.

Das Ohr isst mit: Hören als Gewürz.

Der Genuss eines Essens steigt demnach, wenn sowohl die Umgebung als auch Geräuschkulisse subjektiv als angenehm empfunden wird. In zahlreichen Untersuchungen kam das Forscherteam um Charles Spence dabei zu essentiellen Erkenntnissen: Hohe Töne intensivieren süßen Geschmack, tiefe Töne hingegen, harmonieren zu bitteren Speisen.  Auch die Lautstärke beeinflusst unser Konsumverhalten. Während laute Musik in einer Bar zum vermehrten Getränkeverzehr anregt, reduziert sie gleichwohl die Differenzierung von Geschmäckern. Im Rahmen der sogenannten „Gastrophysik“, können Musik und Klänge demnach erfolgreich besonders in Restaurants als akustische Gewürze für Speisen eingesetzt werden.

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Doch was passiert, wenn ein Hörverlust im Bereich der hohen Töne vorliegt? Theoretisch würden Schwerhörige mit dieser Art der Schwerhörigkeit weniger Genuss auf Süßspeisen verspüren. Eine These die wissenschaftlich noch nicht belegt wurde, anders wie die Auswirkung auf das Kommunikationsverhalten. Denn mit schleichender Schwerhörigkeit, besonders im Bereich der hohen Töne, lässt auch das Sprachverstehen nach. Undeutliches Verstehen erfordert Betroffene zu einer stärkeren Konzentration. Dies kann, je nach Schwerhörigkeit, schnell ermüdend wirken. Die Folgen: Unzufriedenheit, Ignoranz und schlimmstenfalls Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben.  

Besser Hören mit innovativen Hörgeräten

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Gemeinschaftlich das Essen im Restaurant genießen, kann mit einer Schwerhörigkeit demnach zur doppelten Belastung werden. Bereits mit Beginn des 40. Lebensjahres können die Auswirkungen des natürlichen Verschleißes der Hörfähigkeit einsetzen und durch weitere Faktoren vorzeitig begünstigt werden. Es empfiehlt sich daher einmal im Jahr die Hörfähigkeit seiner Ohren bei einem HNO-Arzt oder einem Hörakustiker bei einem Hörtest überprüfen zu lassen.

Sollte dabei ein Hörverlust ermittelt werden, ist dies heutzutage schon lange kein Problem mehr, diesen mit einem smarten Hörgerät diskret auszugleichen. Zudem lassen sich einige Hörgeräte mit dem Smartphone verbinden und bieten dem Hörgeräte-Träger zusätzliche Funktionen. So kann das Smartphone je nach Hörgeräte-App als Fernbedienung, Kommunikationsmittel zum Hörakustiker (TeleCare) und sogar zur persönlichen Optimierung der Klangeinstellung genutzt werden. Sollte das Verstehen also Schwierigkeiten bereiten ist der Hörakustiker der beste Ansprechpartner. Vielleicht steigt so auch der Appetit auf etwas Süßes oder Herzhaftes wieder.

Bilder: ReSound