Größte bundesweite GKV-Umfrage bestätigt: Beste Versorgungsqualität für schwerhörige Menschen

Veröffentlicht am 21.06.2019
Größte bundesweite GKV-Umfrage bestätigt: Beste Versorgungsqualität für schwerhörige Menschen

Hohe Zufriedenheitsquote bei Hörgeräteträger/innen

Laut Umfrage gaben 90% aller befragten Hörgeräteträger/innen an, mit ihrer Hörgeräteversorgung "sehr zufrieden" und "zufrieden" zu sein. 

Wie die Bundesinnung für Hörakustik (Biha) im Mai mitteilte, führte die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) eine der größten jemals durchgeführten Versichertenbefragung zur Qualität der Hörsystemversorgung in Deutschland durch. Insgesamt wurden 3.457 erwachsene GKV-Versicherte deutschlandweit nach Beratungsqualität, Mehrkosten sowie Zufriedenheit befragt. 

Das  Ergebnis ergab Bestnoten für das Hörakustiker-Handwerk.

81 Prozent der Versicherten gaben an, „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“ mit der individuellen Versorgungssituation zu sein. Dabei spielte es keine Rolle, ob der Versicherte eine für ihn kostenfreie Versorgung gewählt oder auf Grund von Komfort, Ästhetik oder Bequemlichkeiten eine private Zuzahlung geleistet hat.

Besonders gefragt: Hörakustiker in nächster Nähe

Auch hier überzeugten die Hörakustiker: 87 Prozent der GKV-Versicherten gaben an, ein für sie kostenfreies Versorgungsangebot erhalten zu haben. Die restlichen Befragten konnten sich nicht mehr erinnern oder verneinten es.

„Jeder Versicherte erhält von seinem Hörakustiker vor Ort ein individuelles Versorgungsangebot. Dabei können sich die Versicherten darauf verlassen, auch ein für sie kostenfreies Angebot zu erhalten. Egal, ob sich der Versicherte für eine kostenfreie Versorgung oder Versorgung mit privater Zuzahlung entscheidet, er ist laut Umfrage damit zufrieden,“
Marianne Frickel, biha-Präsidentin.

Obwohl fast alle GKV-Versicherten über leistungsfähige und für sie kostenfreie Versorgungen informiert wurden, entschieden sich 70 Prozent für eine Versorgung mit privater Zuzahlung. Die Gründe waren ein Mehr an Komfort, Ästhetik oder Bequemlichkeit. Die durchschnittliche Zuzahlung bei einer beidohrigen Hörgeräteversorgung betrug dabei 1.169 Euro.

Laut der Bundesinnung für Hörakustik zeigt die Befragung außerdem, dass die wohnortnahe Versorgung für die Schwerhörigen sehr wichtig ist. Sie steht auf Rang 1 der Entscheidungsgründe für einen Hörakustiker. Die über 6.600 Meisterbetriebe des Hörakustiker-Handwerks sorgen mit ihrer individuellen Gesundheitsleistung vor Ort für beste Versorgungsqualität für schwerhörige Menschen. Hier finden Sie Ihr Hörakustik-Fachgeschäft in Ihrer Nähe.

Ähnliche Ergebnisse auch bei Hörgerätestudie 2017/2018

Bereits nach dem ersten Testlauf waren 90% aller Teilnehmer mit ihrer Hörgerätversorgung zufrieden. (Resultat der Hörgerätestudie 2017/ 2018)

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam die Hörgerätestudie 2017/2018 die das Verbraucherportal meinhoergeraet.de in Kooperation mit Prof. Dr. Dr. Ulrich Hoppe, Leiter der HNO-Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen, durchgeführt hat. Die Studie untersuchte die subjektive Wahrnehmung von Sprache in verschiedenen Geräuschkulissen.

Alle Studienteilnehmer testeten und bewerteten Ihre zu durchlaufenden Alltagssituationen mit verschiedenen Hörsystemen, die weder an einen Hersteller oder Preis gebunden waren. Die Ergebnisse der Hörgerätestudie 2017/2018 können Sie im Detail hier nachlesen.

Aktuelle Hörgerätestudie sucht Teilnehmer!

In einer zweiten Auflage untersucht das Verbraucherportal meinhoergerat.de gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. Ulrich Hoppe nun bundesweit, welchen Beitrag Hörgeräte zur Verbesserung der persönlichen Hör- und Kommunikationskompetenz im Alltag leisten. Wenn auch Sie diese Studie unterstützen möchten finden Sie alle Informationen zum Ablauf und zur Teilnahme hier: www.meinhoergeraet.de/hoergeraete-studie.