Stiftung Warentest: Hörgerätebatterien im Test

Veröffentlicht am 01.03.2018
Stiftung Warentest: Hörgerätebatterien im Test

Hörgerätebatterien 10, 312 und 13 wurden getestet

Stiftung Warentest hat sich im Jahr 2017 ausführlich mit dem Test von Hörgerät Batterien beschäftigt und erstaunliches festgestellt. Im Test waren 42 unterschiedliche Batterien für Hörgeräte, je 14 der Bauformen Typ 10, Typ 13 und Typ 312. Zudem wurden auch NiMH-Akkus für jede dieser drei Bauformen getestet und in den Vergleich gestellt.

Bei diesem umfangreichen Test wurden die Batterien auf ihre Kapazität (65%), Handhabung (25%) und Deklaration (10%) untersucht. Die Preise der Batterien wurden durch Anbieterbefragung, Onlinepreisermittlung und durch den Einkauf von Stiftung Warentest im Zeitraum von September bis Dezember 2017 erfasst.

Das wichtigste ist die Kapazität

In der Februarausgabe der Stiftung Warentest erschien der Bericht über Hörgerätebatterien
© Stiftung Warentest, 2/18

Die Kapazität der Hörgerätebatterien wurde vor allem betrachtet, da diese natürlich für den Träger Aufwand und Geld sparen kann. Dabei muss man beachten, wie stark der Hörverlust ist und das Hörgerät verstärken muss, ob man das Gerät im Dauereinsatz hat, oder doch nur gelegentlich benötigt. Unter diesen Voraussetzungen wurden die Batterien auch dem Test unterzogen, wobei sich herausstellte, dass es eine sehr gute Kapazität von zehn Tagen und eine ausreichende Zelle es nur auf acht Tage brachte. Nur wenn alle Betrachtungspunkte überzeugten, konnte eine Batterie ein Gut erreichen.

Die Testsieger laden zum Sparen ein

Unter den Testsiegern der Typ-10 Zellen, die kleinsten Batterien im Test für Im-Ohr-Hörgeräte, haben durch ihre geringe Größe eine geringere Kapazität und sind für Hörgeräte mit hoher Verstärkung praktisch nicht geeignet. In der Größe haben Power one, Rossmann Rubin und Siemens signia überzeugt, wobei Siemens die günstigste, der drei Sieger ist. Die günstigste, auch gute Zelle ist Masterlife.

Bei den Typ-312 Zellen lagen Power one und Geers Premium vorne. Deutlich günstiger, aber etwas weniger ausdauernd hört der Träger mit den Rayovac Extra Advanced. Die Typ-13 Zellen mit ihrem Einsatzgebiet bei Hinter-dem-Ohr-Hörgeräten mit starker Hörschwäche haben als Testsieger die Batterien von Ansmann und Geers Volt. Die beiden haben die meiste Energie, wobei Geers Volt die günstigere Variante ist.

Akkus sind nicht immer empfehlenswert

Akkus sind in der Anschaffung etwas preisintensiver und man muss sie häufig laden. Wenn eine starke Verstärkung benötigt wird, empfiehlt es sich ein Ersatzakku dabei zu haben, da die Leistung nur begrenzt ist. Positiv an der Akkunutzung ist, dass diese nicht auslaufen und damit das Hörgerät nicht beschädigt wird und die Umweltbelastung wird verringert, da 440 Batterien weniger benötigt werden. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Artikel "Hörgeräte mit Akku".

Die perfekte Batterie für Sie

Um als Träger eines Hörgerätes die beste Batterie für einen selber zu bekommen, sollte man sich jedoch von dem Hörakustiker seines Vertrauens beraten lassen. Sie wissen genau, welche Hörgerätebatterie Ihren Anforderungen, zum Beispiel Ausprägung des Hörverlustes und die nötige Verstärkung, entspricht.