Dezember Heft 188: Susan Carol Holland über Amplifon und ihr Lebenswerk

Veröffentlicht am 17.01.2017 - weitere Artikel von Audio Infos
Dezember Heft 188: Susan Carol Holland über Amplifon und ihr Lebenswerk

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Susan Carol Holland ist die fünfte Preisträgerin des „Hear for Life Award”, der für herausragende wissenschaftliche und unternehmerische Leistungen in der Hörakustik-Branche durch unsere Redaktion vergeben wird. Wir sprachen mit ihr über Amplifon und ihr Lebenswerk.

Mrs. Holland, Ihr Vater, der legendäre Algernon Charles Holland (1919-2001), war der Gründer der Firma Amplifon. Als junger Mann war er Radiotechniker und diente als Hauptmann in einer Spezialeinheit der Britischen Armee. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog er 1948 nach Italien und gründete dort eine Firma in Mailand, die er EL.IT nannte, was für Elettronica Italiana stand. Mit dieser Firma vertrieb er zunächst Audiometer und Hörgeräte des amerikanischen Herstellers MAICO. Mit seinen Kenntnissen als Radiotechniker und Händler von audiologischen Produkten begann er, selber Audiometer zu produzieren und Hörgeräte auch anderer Hersteller zu importieren. Schon bald, nämlich 1950, machte er mit der Gründung der Amplifon SpA einen großen Schritt vorwärts. Was für ein Mann war Ihr Vater?

Er war eine etwas reservierte aber zugleich auch charismatische Persönlichkeit, die Vertrauen vermittelte und Menschen dazu brachte, für dieselben Ziele zu arbeiten. Er war sehr fair und hatte sehr viel Sinn für Gerechtigkeit. Er behandelte alle Menschen gleich, beim Militär vom Hauptmann bis zum einfachen Soldaten, als Inhaber von Amplifon vom HNO-Arzt bis zum Angestellten. Er kannte jeden beim Namen und erinnerte stets das letzte Gespräch mit dem bzw. der Betreffenden, was ein Ausdruck höchster Aufmerksamkeit war. Er hatte einen großen Erfindergeist und war immer auf der Suche nach den neuesten Technologien und Arbeitsabläufen. So war er der erste in Italien, der das Direct Mailing als Marketinginstrument nutzte. Alle diese Qualitäten haben dazu beigetragen, die Firma Amplifon zu gründen und voranzubringen.

In den folgenden Jahren etablierte er zwei Tochtergesellschaften: 1962 Amplimedical und 1969 Amplaid. Was waren das für Firmen?

Mit der einen vertrieb er diagnostische Instrumente, mit der anderen stellte er Audiometer und Software für HNO-Ärzte her.

Was war der Grund für Ihren Vater, in diese benachbarten Geschäftsgebiete zu investieren?

Er war ein Unternehmer aus Leidenschaft und hatte Freude daran, neue Möglichkeiten zu erkunden, also zum Beispiel die Fabrikation von Audiometern. Er war übrigens auch der erste, der digitale Hörgeräte in Italien einführte.

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Sie sprechen mit Dennis Kraus