Incluse - neues Designkonzept für Hörsysteme gewinnt Sonderpreis

Veröffentlicht am 27.02.2019
Incluse - neues Designkonzept für Hörsysteme gewinnt Sonderpreis

Jährlich unterstützt das Bundesland Baden-Württemberg Gründer und Entwickler bei der Umsetzung Ihrer Ideen. Eines der wichtigsten Ereignisse in der baden-württembergischen Gründerszene ist der Start-up BW Summit. Ein Treffpunkt, bei dem in diesem Jahr über 400 Start-ups ihre Ideen vorstellten, um Investoren für sich zu begeistern. Ein funkelndes Glanzlicht fiel dabei auf das Start-up „Incluse“. Sie stellten ein neues Designkonzept für Hörsysteme vor und wurden dafür mit dem Sonderpreis in der Kategorie "Innovativstes Produkt/Dienstleistung" ausgezeichnet.

Fällt es Betroffenen leichter Hörsysteme für sich zu akzeptieren, wenn diese als solches auf den ersten Blick überhaupt nicht wie übliche Hörsysteme aussehen?

Gefragt: Hörsysteme mit Stil

Incluse: So könnten die neuen Design-Hörgeräte in Zukunft aussehen.  
© Max Julian Fischer

Dieser Fragen stellten sich die beiden Design-Studenten Max Julian Fischer und Moritz Kirchhoff während der Gründung des Start-ups „Incluse“ im Rahmen eines Hochschulprojektes der Hochschule Pforzheim.

Immerhin gibt es in Deutschland über 15 Millionen Schwerhörige und nur drei Millionen davon tragen tatsächlich auch ein Hörsystem. Auch wenn Hörsysteme schon längst im smarten und multimedialen Sektor angekommen sind und sich vielseitig mit dem Smartphone vernetzen und nutzen lassen, scheint die Technologie allein nicht Grund genug für die Wahl eines Hörsystems zu sein.

Auch der Kostenfaktor scheint nicht entscheidend zu sein. Denn sowohl klitzekleine bis motorisch gut händelbare Hörsysteme werden von den gesetzlichen Krankenkassen mit einem Festbetrag in Höhe einer vollständigen Grundversorgung bezuschusst. Vielmehr, so erfahren wir von Max Julian Fischer, scheint es an der immer noch manifestierten Stigmatisierung der traditionellen Hörgeräte-Bauformen zu liegen. Das ergaben zumindest die durchgeführten Umfragen der Design-Studenten in der breiten Bevölkerung, bei Fachärzten und Hörgeräteträgern.

Vom Prototyp zum besonderen Kommunikationsassistenten

Ein Ergebnis, dass die beiden zu einem neuen Hörsystem-Design anspornte, dass vor allem bei reiferen Frauen die Scheu von Hörsystemen nehmen könnte. Denn, so die Idee der aktuellen Prototypen, dass Hörsystem ist gar nicht als Hörsystem erkennbar. Gut getarnt und in einem Ohrclip integriert, kann der besondere Kommunikationsassistent das Hören erleichtern, Anrufe tätigen oder auch Musik hören. Per Sprachbefehl entscheidet die Trägerin, was „Incluse“ besonders hörbar machen soll.

"Während alle anderen Hörgerätehersteller ihre Produkte möglichst klein hinter dem Ohr verstecken wollen, haben wir ein Produkt gestaltet, das man gerne trägt. Aktuell arbeiten wir an unserem Netzwerk und der Umsetzung des Prototypens in ein echtes und vor allem möglichst bald erhältliches Produkt in einem unserer Flagship Stores."
verrät uns Max Julian Fischer seine gemeinsame Vision mit Sarah Stadler.

Aktuell erhältliche Design-Hörsysteme

Schon jetzt gibt es Hörsysteme, die sich von üblichen Bauformen und Materialien unterscheiden. So hat sich EORA Hörschmuck bereits als ein im Ohrclip integriertes Hörsystem am Markt etabliert. Als echtes Design-Hörsystem zum Tragen hinter dem Ohr punktet Signia Styletto, dass zudem mit einer Eigenschaft für die natürlichste Wahrnehmung der eigenen Stimme (OVP™) ausgestattet ist. Wer das Besondere zum Tragen im Ohr sucht, verbunden mit Exklusivität und Premiumservice, ist bei Audio Service Atelier gut aufgehoben.

Für weitere Informationen verbunden mit einem umfassenden Beratungsgespräch stehen Ihnen Hörakustiker in Ihrer Nähe zur Verfügung. Sichern Sie sich mit einem einfachen Anruf Ihren ganz persönlichen und vertraulichen Termin vor Ort.